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Häufige Fehler bei der Digitalisierung von KMUs

Ein Großteil der Unternehmen ist sich mittlerweile bewusst geworden, dass Digitalisierung nicht nur ein Buzzword ist, sondern notwendig ist um langfristig und erfolgreich am Markt zu bestehen. Die Digitalisierung bringt dabei viele Chancen für Unternehmen aber auch Risiken mit sich, vor allem wenn die hier beschriebenen häufigen Fehler gemacht werden.

Häufige Fehler bei der Digitalisierung

Die Fehler im Bereich der Digitalisierung können dabei grob in die drei Kategorien aufgeteilt werden:

  • Implementierungsfehler
  • organisatorische Fehler
  • strategische Fehler

Wobei anders als viele vielleicht vermuten, die Implementierungsfehler und Fehlentscheidungen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten meist weit geringere Auswirkungen haben, als strategische und organisatorische Fehler.

Strategische Fehler bei der Digitalisierung

Viele Unternehmen starten Ihre Digitalisierungsprojekte ohne sich vorab eine Strategie überlegt zu haben, was die Chancen und Risiken für Ihr Unternehmen in Bezug auf Digitalisierung sind und welche Priorität von Digitalisierungsmaßnahmen sich daraus ergibt. Wobei wichtiger als die Art der Umsetzung selbst ist, welche Ziele dabei verfolgt werden. Sonst läuft man Gefahr sich im digitalen Wandel zwar fortzubewegen, aber dabei in die falsche Richtung zu gehen. Im ersten Schritt sollte eine Status- und Potenzialanalyse erfolgen, in der gemeinsam mit einem zertifizierten Berater die konkreten Chancen und Risiken in Bezug auf die einzelnen Dimensionen des Unternehmens und den aktuellen Digitalisierungstrends erhoben werden. Davon abgeleitet kann im zweiten Schritt eine Kosten/Nutzen Bewertung und ein konkreter Maßnahmenplan erarbeitet werden. So ist sichergestellt, dass jene Themen, die den größten Mehrwert bringen zuerst angegangen werden. Für diese Status- und Potenzialanalyse sowie Strategieberatung gibt es mit KMU.Digital übrigens in Österreich eine Fördermöglichkeit von bis zu 80%.

Organisatorische Fehler bei der Digitalisierung

Wenn der Fahrplan für die Digitalisierungsprojekte definiert ist und klar ist, welchen Schritte zu welchem Zweck umgesetzt werden sollen, wird häufig das Umsetzungsprojekt ausgelagert und passiv auf die Ergebnisse gewartet. Dabei wird oft der Faktor Mensch vergessen. Durch die mit einem Digitalisierungsprojekt anstehenden Veränderungen werden Mitarbeiter verunsichert und Widerstände können sich aufbauen. Ängste, dass z.B. ein IT System den eigenen Arbeitsplatz gefährdet oder Unsicherheiten, bezüglich der anstehenden Veränderungen, in der Belegschaft werden ignoriert. Hier wäre es wichtig den Veränderungsprozess durch Change Management-Methoden zu steuern. Laufende Kommunikation und ein offener Austausch mit den Mitarbeitern ist dabei essentiell um zu gewährleisten, dass die Digitalisierungsmaßnahmen auch angenommen werden und den gewünschten Effekt bringen. Die digitale Transformation stellt sich erst ein, wenn auch interne Prozesse und die Arbeitsweise angepasst werden um den größten Mehrwert aus den Digitalisierungsprojekten zu generieren.

Implementierungsfehler bei der Digitalisierung

Natürlich ist neben der strategischen Auswahl der Digitalisierungsmaßnahmen und dem begleitenden Change-Prozess auch die korrekte Implementierung wichtig. Ein häufiger Fehler ist, dass die einzelnen Digitalisierungsprojekte losgelöst und nicht ineinandergreifend umgesetzt werden. Um den größten Mehrwert zu erzielen, sollten die Systeme ineinander greifen und durch Schnittstellen miteinander verknüpft sein, eine doppelte Datenhaltung und Duplizierung von manuellen Tätigkeiten (z.B. Pflege von Kundendaten in mehreren Systemen) sollte dabei unbedingt vermieden werden, da sonst nur unnötige Arbeit generiert wird und sich der gewünschte Mehrwert nicht einstellt. Überdies muss bei der Konzeption von Systemen unbedingt der Nutzer (Kunde bzw. Mitarbeiter) im Mittelpunkt stehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Nutzer das jeweilige System benutzen wollen und können sowie deren Verwendung als effektiv empfinden (= Definition Usability). Die Berücksichtigung von Datenschutz- und Datensicherheitsanforderungen sollte obligatorisch sein, wird jedoch leider auch immer wieder vernachlässigt.

Fazit

Die digitale Transformation eines Unternehmens ist eine große Chance die Marktposition, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Effizienz eines Unternehmens zu verbessern. Diese stellt sich jedoch nur ein, wenn die richtigen Themen in der richtigen Reihenfolge angegangen werden, die Nutzer (Kunden und Mitarbeiter) dabei im Mittelpunkt stehen und auch interne Prozesse an die digitalen Möglichkeiten angepasst werden.

Habe Sie Fragen oder benötigen Sie Unterstützung bei der Strategiefindung für die Digitalisierung Ihres Unternehmens?

IHR ANSPRECHPARTNER:

DI Markus Günther
m.guenther@holix.at
0660/5516224

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